Bärenklau (Herkulesstaude)

Die Pflanze aus der Familie der Neophyten, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammt, hat auch bei uns in Mitteleuropa sehr schnell Fuß gefasst. Allerdings stellt sie für Mensch und Tier eine große Gefahr dar!

Berührungen mit der Pflanze können zu schmerzhaften Quaddeln oder Verbrennungserscheinungen führen.

Auch wenn sich Imker über guten Honig aus dieser Pflanze freuen und Floristen die verdorrten Gerippe ein ihre schönen Gestecke einarbeiten, so weiß doch kaum einer Genaues über diese Pflanze.

Die Pflanze – Fortpflanzung und Verbreitung

Das eine ist die Fortpflanzung, das andere ihre Gefährlichkeit. Daher hier eine kleine Pflanzenkunde über die Herkulesstaude:

Die Pflanze ist zumeist in Ufernähe von Bächen und Flüssen zwischen anderen Neophyten, wie beispielsweise dem Springkraut oder dem japanischen Knöterich, zu finden. Im ersten Jahr entwickeln sich aus dem Samenkorn die Möhre und das Blattwerk. Im zweiten Jahr wächst der Stiel mit seiner Blütenpracht, aus der wiederum die Samenkörner entstehen.

Der Stiel mit seinen 10 cm Durchmessern kann 3-4 Meter – bis hin zu 5 Meter hoch werden. Dementsprechend ist die Wurzelmöhre mit ihren Ausläufen im Boden verzweigt. Die Blätter erreichen einen Durchmesser von circa einem Meter. Obenauf sitzen an den Ästen die großen Doldenblüten mit etwa 10.000 Samenkörnern. Wenn die Pflanze dieses Stadium der Reife erreicht, ist es passiert... sie streut ihre Samen! Dies geschieht folgendermaßen: die  Samen fallen zu Boden und werden entweder durch den Wind fortgetragen oder sie werden beim nächsten Hochwasser an andere Niederungen geschwemmt. Aber auch Vögel oder Nager mögen die Samen. Nager beispielsweise sammeln sie und legen sie in ihren Wintervorrat an – entweder vergessen sie sie oder sie finden nicht mehr jeden Samen – so entsteht die Herkulesstaude mitten im Wald. Vögel scheiden die zuvor gepickten Samen wieder aus, diese fallen auf nährstoffreichen Boden und gedeihen zwischen Steinen, Uferböschungen oder Wiesen in ganz Deutschland und Europa.

Gefahren der Pflanze

Der Kontakt mit der Pflanze kann zu schweren Hautverbrennungen führen. Der Saft allein ist dabei noch nicht gefährlich, erst deHautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht führt zu schweren Irritationen, die nicht immer vom Arzt mit der Herkulesstaude in Zusammenhang gebracht werden. Die schlecht abheilenden Blasenbildung und Rötungen können jedoch zu hässlichen Narben führen. Zumeist sind Kinder betroffen, die unwissend beim Spielen mit der Pflanze in Kontakt kommen, aber auch Forstarbeiter und Jäger.

Zur Bekämpfung der einjährigen Pflanze empfehlen wir die Kralle. Zur Bekämpfung der zweijährigen Pflanze das Langstielmesser und die Hebelhacke!