Problem Neophyten!

Gebietsfremde Pflanzen in Deutschland

Als Zierpflanzen mit nach Europa gebracht, entwickelt sich der kaukasische Riesenblärenklau oder auch Herkulesstaude genannt, der japanischer Knöterich und das Indische Springkraut vieler Orts zu einer Plage. Diese Pflanzen, auch Neophyten genannt, haben schwerwiegenden Auswirkungen auf unser Ökosystem, denn sie verdrängen rigoros unsere einheimischen Pflanzen und damit auch die Tiere die auf diese Biotope angewiesen sind und tragen zu einer langfristigen Versteppung dieser Bereiche bei.

Bekämpfung von Neophyten eine Herausforderung

Besonders der Bärenklau breitet sich in den letzten Jahren stark aus. Aufgrund seiner Gefährdung für den Menschen, Berührungen führen unter Einwirkung von Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen bei Mensch und Tier, muss diese Hochstaude effektive Bekämpfung durchgeführt werden.

Folgende Methoden der Bekämpfung vom großen Bärenklau zeigen meist nicht den gewünschten Erfolg, sind aufwendig, teuer und oft mit einen gesundheitlichen Risiko verbunden.

Abmähen

Wird die Staude oberflächlich abgemäht dann bringt sie sofort einen Nottrieb aus. Die Staude hat selbst keinen Schaden genommen!

Fräsen und Pflügen

Auch hier gilt, beim Pflügen, werden die Pflanzen sofort vernichtet, jedoch beginnen die an der Bodenoberfläche liegenden Samen bei günstigen Witterungsverhältnissen sofort zu keimen. Daher muss das Fräsen auf jeden Fall wiederholt werden.

Thermische Behandlung

Die Bekämpfung mit Heißwasser oder Heißschaum verursacht hohe Kosten, ist aufwendig und zerstört nicht nur die komplette Grasnarbe.

Einsatz von Herbiziden oder Unkrautvernichtern

Grundsätzlich dürfen Pflanzenschutzmittel ohne Genehmigung nur auf landwirtschaftlich, gärtnerisch oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen, nicht an Gewässern benutzt werden. Gefährlich für Bienen und Fische und andere Kleinslebewesen.